Ist die Sonne sehr aktiv, vertreibt sie die kosmische Höhenstrahlung – und es wird wärmer auf der Erde
Die Schweiz gilt generell als ein sauberes Land, aber nirgendwo sonst in der adretten Republik dürfte es so klinisch rein, so steril zugehen wie im Innern eines silbern glänzenden, runden Tanks, vier Meter hoch und drei im Durchmesser, der im Südwesten des Landes auf seinem Podest ruht. “Wir meinen, wir haben die sauberste Kammer der Welt”, sagt Jasper Kirkby, Nuklearphysiker am Cern-Forschungszentrum in Genf. Der Tank steht in einer Halle auf dem weitläufigen Gelände des Cern, jenes Instituts der Europäischen Organisation für Kernforschung, das vor zwei Jahren von sich reden machte, als man dort, tief unter der Erde, den “Large Hadron Collider” in Betrieb nahm: ein ringförmiger Beschleuniger, in dem Elementarteilchen, kleiner als Atome, fast mit Lichtgeschwindigkeit aufeinandergeschossen werden. Dinge passieren dort, die nahe dran sind am Schöpfungsakt, zumindest aber an dem, was sonst nur die ungeheuren kosmischen Kräfte im All schaffen.
Unten, im großen Ring, wo die Elektronen und Antielektronen, die Protonen und Ionen durch den Tunnel jagen, da gibt es eine Weiche. Ein paar Portionen der Teilchen werden dort abgezweigt und nach oben geschossen, durch Röhren, die hinter meterdickem Beton geschützt...
Quelle: http://www.welt.de/print/die_welt/wissen/article13564146/Unterschaetzen-wir-die-Sonne-nicht.html
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